Lebensmittel kaufen im Internet?

Für viele Menschen ist es inzwischen normal Klamotten, Bücher und Haushaltswaren online zu kaufen. Vielleicht auch deshalb, weil es von der Bestellung aus dem Versandhaus-Katalog zum Internet-Shop kein großer Schritt war. Lebensmittel allerdings kaufen auch die eifrigsten virtuellen Shopper noch überwiegend im Supermarkt oder im Laden nebenan. Bei Amazon, einem der größten Online-Versandhäuser weltweit, gibt es seit erstem Juli nun auch Nahrungsmittel zu bestellen. Aber kommt Fleisch, Käse & Co. auch wirklich frisch an?

Obst online kaufen

Nur frische Lebensmittel bringen Freude

Auch Frischwaren gibt’s im Netz

Kunden, die sich auf den Amazon-Seiten umschauen, finden dort seit kurzem ein neues Angebot. Aus 25 Produktkategorien und 35.000 Produkten können sie Brot oder Backwaren, Fisch und Meeresfrüchte, Gemüse, Fleisch oder Chips wählen. Besonders beliebte Kategorien sind über spezielle Rubriken zu beziehen, dazu gehören z.B. Kaffee, Süßes und Bio-Lebensmittel. Das Gesuchte findet man außerdem über spezielle Filter – etwa „vegetarisch“, „glutenfrei“ oder „fairtrade“.

Ein letzter unerschlossener Massenmarkt in Internet

Noch vor kurzem hatte ein Sprecher der Versandhandelsgruppe Otto angekündigt, dass der Konzern sich wohl mittelfristig in der Sparte engagieren würde. Amazon war jedoch schneller und hat schon jetzt ein breites Angebot in petto. Angeboten werden die Nahrungsmittel von Amazon selbst, aber auch von Partnern wie froodies.de, biowelt.de oder schuhbeck-gewuerze.de
Das Verfahren ist so, wie man es auch von der Bestellung von Büchern oder Campingkochern kennt: Man entscheidet sich z.B. per Mausklick für einen Artikel – jetzt z.B. Trüffel, akzeptiert die AGBs und willigt in die Zahlung ein. Die Lieferung erfolgt, wie man es schon von der Plattform kennt, auf Wunsch des Kunden auch per Overnight Express oder Amazon Prime.

Der Komfort ist teuer

Damit die Ware auch frisch beim Kunden ankommt, schlägt Amazon bei der Bestellung einen Liefertermin vor. Den kann man dann auch noch verschieben, je nachdem wann man zu Hause erreichbar ist. Fisch oder Gemüse wie bei Paketen bei den Nachbarn abzugeben geht leider nicht.
Bestellt man allerdings bei verschiedenen Anbietern, kann der logistische Aufwand groß werden, denn die alle auch einen gemeinsamen Liefertermin festzulegen, ist sehr schwierig. Tätigt man einen Großeinkauf, sollte man sich vielleicht lieber ein paar Tage frei nehmen.
Ein weiteres wesentliches Manko des Online-Einkaufs sind die deutlich höheren Preise. Durch Verpackung und Lieferung entstehen zusätzliche Kosten von rund 10 Euro pro Bestellung.
Ab 20 Euro verspricht Amazon einen kostenlosen Versand, das gilt allerdings nicht für die Partner. Und nur die liefern Frischware, der große Versandhändler hält sich an die sicheren, schwer verderblichen Waren. Noch ein Manko: Amazon schließt die Rückgabe von Waren mit kurzer Haltbarkeit aus.

Es lohnt sich nur in Ausnahmefällen

Fazit: Die Bestellung von Lebensmitteln übers Internet lohnt sich nur, wenn man bestimmte, schwer zu findende Lebensmittel haben will oder krank zu Hause im Bett liegt. Weil man sich auf Liefertermine einstellen muss, spart man auch, wenn der Einkaufsweg wegfällt, nicht wirklich viel Zeit. Und Geld ja sowieso nicht.

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