Discounter im Netz
Wer im Ausland Lebensmitteln einkauft, wundert sich nicht selten über die hohen Preise. In Deutschland liegen die nämlich im EU-Vergleich sehr niedrig – was auch durch den harten Preiskampf von Aldi, Lidl & Co. zustande kommt. Nur der Handel mit Nonfood-Waren bringt noch Geld. Deshalb wird der auch eifrig im Netz betrieben.
Aldi punktet mit Reise-Portal
Wer sich auf der Homepage von Aldi herumtreibt, findet zu seiner Freude hinter jedem Produkt den Link „Zum Einkaufszettel hinzufügen“. Die gewählten Produkte werden dann zwar auf dem Zettel zusammengefasst, in einem Warenkorb landen sie jedoch nicht. Der Sinn des Einkaufszettel ist nur der, dass er mit in die Filiale genommen werden kann. Das mangelhafte Online-Angebot gilt für Aldi Süd und Aldi Nord gleichermaßen.
Allerdings punkten die Gebrüder mit einer sehr schön gestalteten Seite für die Online-Buchung von Reisen. Die kann man auch tatsächlich direkt in Netz buchen. Und auch der Blumen- und Fotoservice bietet jeweils eine relativ große Auswahl und ist recht günstig.
Lidl bietet günstige Versandkosten
Der Hauptkonkurrent von Aldi bietet im Gegensatz zu seinem blau-weißen Konkurrenten jedoch nicht nur eine Warenzettel-Funktion, sondern bietet auch ein richtiger Online-Shop. Zwar besteht die Produkt-Palette nur aus Nonfood-Waren, dafür wird für die Lieferung, auch wenn es mehrere Teillieferungen sind, nur 3,95 berechnet.
Es ist allerdings etwas schwer, sich auf der Seite zurecht zu finden – man muss viel scrollen, um zu Merkzettel und Warenkorb zu kommen. Hat man die erreicht, stehen als Zahlungsmittel EC- und Kreditkarte zur Auswahl.
Viel Service bei Real
Auch die SB-Warenhauskette Real ist im Internet-Handel sehr aktiv. Seit Mai 2010 werden in einem neuen Shop mehr als 2.00 Produkte in den Kategorien Elektro, Foto, Haus und Garten, Baby, Freizeit und Sport und Gesundheit und Wellness angeboten.
Der Auftritt ist sehr modern und bietet guten Überblick. Außerdem wird zu den Produkten nicht nur der Preis, sondern auch der Lieferstatus und die Zahl der Payback-Punkte angezeigt. Die Versandkosten liegen zwischen 4,95 und 39,95. Gezahlt werden kann per Nachnahme, Kreditkarte oder auf Rechnung. Sehr praktisch: Man kann sich die Waren auch an eine nahe gelegene Filiale liefern lassen.
Edeka mit wenig Struktur und Angebot
Der Edel-Discounter Edeka zeigt sich im Internet nicht von seiner besten Seite: Es gibt keinen Online-Shop, dafür eine Menge unübersichtlicher Einzelseiten. Der Bereich „Angebot der Woche“ ist nicht nach Waren unterteilt, sondern nach Regionen.
Ähnlich mies sieht es bei der Edeka-Tochter Netto aus. Hier gibt es zwar Angebote für Reisen und Fotos, aktuelle Angebote können aber nur nur wie bei den beiden Billig-Discountern auf einem Warenzettel notiert werden. Ein Einkauf per Klick ist nicht möglich. Im TV-Shop kann man zwar Elektronik online bestellen, der reagiert aber so langsam, dass man schnell die Lust verliert.
Ein Plus für Plus
Ein gutes Online-Angebot bietet die Plus Online GmbH. Es werden auf einer übersichtlichen Seite Nonfood-Produkte, Blumen und Foto-Dienst geboten. Die Versandkosten liegen mit 4,95 angenehm niedrig und es kann per Rechnung, Nachnahme, Kreditkarte oder Lastschrift sowie Sofortüberweisung gezahlt werden.
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