Reisen online buchen
Nach Mallorca, Tailand oder Südafrika – rund 13 Millionen Deutsche buchen ihren Urlaub inzwischen online. Als entsprechend wichtig hat die Reisebranche das Netz ausgemacht – und so ist das Angebot im Internet inzwischen sehr viel umfangreicher als im Reisebüro. Aber die Freiheit des Netzes bringt auch Risiken für den Urlaub mit sich.
Ein weiterer großer Vorteil der Online-Angebote ist, dass sie 24 Stunden abgeschlossen werden können. Auch bietet der Vergleich über entsprechende Portale dem Verbraucher die Möglichkeit, günstige Angebote einfach herauszufiltern. Im Reisebüro ist ein Mitarbeiter dazwischen geschaltet und der Endverbraucher weniger autonom.
Gütesiegel schaffen Sicherheit
Um von den Reise-Angeboten im Internet zu profitieren und nicht in die Falle zu tappen sollten Urlauber einen Anbieter lieber einmal kurz abchecken. Hinweise auf vertrauenswürdige Reiseveranstalter sind anerkannte Gütesiegel auf der Homepage. Damit ist nämlich eine regelmäßige Prüfung des Veranstalter durch die neutrale Institution verbunden. Per Klick auf das Siegel kann man leicht überprüfen, welche Kriterien abgeprüft werden.
Auch ein Blick auf das Impressum ist aufschlussreich. Dort sollte auf jeden Fall eine vollständige Adresse stehen. Bei ausländischen Anbietern sollte es auch eine Niederlassung in Deutschland geben. Ist nur eine E-Mail-Adresse aufgeführt, sollte man von der Adresse lieber die Finger lassen.
Ein guter Anbieter schützt die Kundendaten
Punkte sammeln Anbieter, wenn er selbst Hinweise auf Datensicherheit und Datenschutz gibt. In einer entsprechenden Erklärung sollte stehen, welche Daten das Unternehmen vom User haben will, wofür er sie nutzt und ob er persönliche Angaben an Dritte weitergibt.
Die sichere Datenübertragung kann anhand dreier Punkte überprüft werden:
Wird die Buchungsformulars aufgerufen, sollte der in der Adresszeile des Browsers das “http://” automatisch um den Buchstaben “s” ergänzt werden, so dass „https://“ zu sehen ist.
Bei dem unten im Browserfenster angezeigten Vorhängeschloss ist der Bügel eingerastet.
Klickt man auf das Schlosssymbol, öffnet sich ein Zertifikat. Es informiert darüber, mit welcher Verschlüsselungstechnik das Unternehmen die Kundendaten bei der Übertragung übers Internet absichert. Weltweiter Standard ist SSL (Secure Socket Layer).
Außerdem sollte man bei jedem Vertragsabschluss und besonders wenn der im Internet stattfindet die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) lesen. Wenn es sich bei einer Internetseite nur um eine vermittelnde Organisation handelt, sollte auf dieser ergänzend zu den eigenen AGB die des jeweiligen Reiseveranstalter stehen.
Zahlen erst nach der Reisebestätigung
Ein Pauschalreise sollte erst dann bezahlt werden, wenn eine schriftliche Reisebestätigung vorliegt und ein Versicherungsschein ausgehändigt worden ist. Darin wird bestätigt, dass der Reiseveranstalter bei Zahlungsunfähigkeit versichert ist. Kann die Reise deshalb nicht stattfinden, bekommt der Kunde von der Versicherung sein Geld zurück. Experten schätzen übrigens, dass etwa jeder zehnte Sicherungsschein gefälscht ist. Ob eine Versicherung besteht, lässt sich im Internet auf der Website der TIP Gesellschaft für Touristik-Informations-Programme überprüfen.
Wer solche einfachen Maßnahmen ergreift, kann sich mit Sicherheit auf einen schönen und günstigen Urlaub freuen.
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