Vom Internet und Onlineshopping
Mittlerweile müssen wir uns gar nicht mehr aus dem Haus bewegen, wenn der Kühlschrank leer ist, ausgeliehene Filme bereits gesehen wurden oder das letzte Paar Schuhe kaputt gegangen ist. Die Möglichkeiten des Internets sind ziemlich praktisch und mögen modern sein, aber machen sie nicht auch unseren Körper träge und legen den Geist lahm?
Bedeutung und Entwicklung des “Netzes”
Die weltweit bekannte Supermarktkette namens Internet hat in den vergangenen Jahren das Kaufverhalten der Menschen erheblich beeinflusst und das Leben um eine Vielzahl von praktischen Funktionen bereichert. Experten auf dem Gebiet der Medienkommunikation zählen das Internet zu einer der größten Veränderung des Informationswesens seit der Erfindung des Buchdruckes. Die unterschiedlichsten Bereiche des täglichen Lebens wurden somit stark beeinflusst. Das “Netz”, welches wir heute täglich nutzen (Männer rund 1,6 Stunden pro Tag und Frauen rund 0,8 Stunden), ging aus dem im Jahr 1969 entstandenen ARPANET hervor. Das ARPANET war ein Projekt der Advanced Research Project Agency (ARPA) des US-Verteidigungsministeriums. Die Absicht bestand darin, Universitäten und Forschungseinrichtungen der USA miteinander zu vernetzen.
Das Wort “Internet” lässt sich aus den beiden englischen Begriffen interconnected und network ableiten, deren zusammengeführte Bedeutung ein untereinander verbundenes Netzwerk darstellt. 1990 beschloss die National Science Foundation, das Internet zu kommerzialisieren und von da an wurde es über die Grenzen der Universitäten hinaus nutzbar. Ab 1993 erhielt das Internet enormen Auftrieb durch das World Wide Web (kurz WWW), als der erste grafikfähige Webbrowser namens Mosaic veröffentlicht und zum Download angeboten wurde.
Das Internet im 21. Jahrhundert
Heutzutage sind wir, unserer Bildung wegen, nicht mehr unbedingt auf Besuche in der Bibliothek angewiesen. Wenn wir heute nach einer bestimmten Information suchen, dann werden wir sie vermutlich mit etwas Geduld und Recherche im Wissensspeicher des Internets finden. Ist unsere Suche speziellerer Natur und hat etwas mit einer längst vergangenen Zeit, einer längst vergessenen Kultur zu tun, so werden wir wohl unsere Beine in die Hand nehmen müssen und doch auf den alten Brockhaus zurückgreifen müssen.
Kleidung sowie Pullover und Shirts müssen längst nicht mehr im Laden gekauft werden. Viel bequemer ist beispielsweise das Onlineshopping,bei dem man sich seinen Wocheneinkauf, eine verschollene Lieblings-LP, sowie einen Ersatz Akku für den Rasenmäher in nur wenigen Minuten online bestellt hat. Der digitale Einkaufswagen hat in etwa das Fassungsvermögen des Universums. Innovative Firmen auf dem Markt sind beispielsweise SantaFeTex, denn man kann sich sogar selber T-Shirts von Santafetex bedrucken lassen, um so seine eigenen Entwurfsideen zu präsentieren. Im Internet kann man so ziemlich alles kaufen oder anbieten und so ist es nicht verwunderlich, Menschen wirklich die absurdesten Dinge wie benutzte Taschentücher oder einfach ein “Nichts” zum Verkauf feilbieten.